Vorchdorf sorgt für Kühlanlagen beim Schulneubau vor

Bei der Planung BildungsCampus Vorchdorf werden Vorkehrungen zur Kühlung getroffen
Bei der Planung BildungsCampus Vorchdorf werden Vorkehrungen zur Kühlung getroffen

Bildungscampus: In der Planung für Mega-Schulbau wird die Kühlung ein Thema 

Die hohen Temperaturen im vergangenen Sommer 2026 haben dazu geführt, dass die geplante Ausführung des Bildungscampus nochmals auf den Schutz vor sommerlicher Überwärmung überprüft wurde. Vorgesehen sind bereits ein außenliegender Sonnenschutz und die Möglichkeit zur natürlichen Nachtlüftung. Diese Maßnahmen gelten aus bauphysikalischer Sicht grundsätzlich als geeignet. 

Gleichzeitig soll der Vorchdorfer Bildungscampus für künftig häufiger auftretende Hitzeperioden gerüstet sein. Deshalb sollen bereits beim Bau technische Voraussetzungen geschaffen werden, damit eine aktive Kühlung später ohne größere und teure Eingriffe in das fertige Gebäude nachgerüstet werden kann.

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// Fortsetzung //

Untersucht wurden drei Varianten. Als wirtschaftlich günstigste und für eine spätere Nachrüstung besonders geeignete Lösung wurden Klima-Splitgeräte für Unterrichtsräume, Lehrerzimmer und Direktionen vorgeschlagen. Der Gemeinderat Vorchdorf beschloss in seiner Septembersitzung 2026 einstimmig, die dazu notwendigen Vorkehrungen zu treffen, dazu zählen Leerverrohrungen, Vorbereitungen für Kühlleitungen, Kondensat-Ableitungen und die notwendigen Elektroinstallationen. Für die Planungsleistungen gab der Gemeinderat ein Go, die operative Umsetzung soll während der Bauetappen des Bildungscampus erfolgen. 

Vbgm. Matthias Traunbauer betonte im Rahmen der Gemeinderatssitzung, dass die Gemeinde damit bereits heute Schritte setzt, damit auch noch in 20 Jahren perfekte Bedingungen für die Kinder und Lehrer in der Vorchdorfer Schule vorherrschen. Die Vorbereitungen in der jetzigen Planungsphase bedeuten weniger Kosten bei nachträglichen Einbauarbeiten. „Jeder, der ein Haus gebaut hat, wisse, dass frühzeitige Vorkehrungen und Leerverrohrungen spätere Einbauten wesentlich vereinfacht.

Gemeinderat Norbert Ellinger verweist auf die bereits geplanten Maßnahmen gegen sommerliche Hitze. Der neue Bildungscampus erhält einen außenliegenden Sonnenschutz. Zusätzlich kann eine gezielte Nachtlüftung dazu beitragen, die Räume in den kühleren Nachtstunden abzukühlen. Dafür sei auch eine entsprechende Information und Schulung des Personals wichtig.

Die ersten Bauarbeiten sind für das Frühjahr 2027 geplant, momentan werden die Gewerke ausgeschreiben. 

 

Chronologie des Bildungscampus Vorchdorf

JahrEntwicklung und Kosten
2013/14Entwicklung der Idee eines modernen, vernetzten Bildungscampus in Vorchdorf.
2015Erste Konzeptideen, die damalige Kostenschätzung liegt bei rund 10 Mio. Euro netto.
2015/16Wechsel der politischen Ansprechpartner im Bildungsressort des Landes OÖ: Auf Doris Hummer folgt Thomas Stelzer. 
2017Zweistufiger EU-offener Architekturwettbewerb. Die damalige Planung umfasst rund 6.370 m² Nutzfläche und rund 11,9 Mio. Euro netto Baukosten.
2017Mit dem Wechsel an der Landesspitze übernimmt Christine Haberlander das Bildungsressort. 
2018Das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs steht fest. Vorgesehen ist eine Kombination aus Sanierung bestehender Gebäudeteile und Neubau mit einer neuen zentralen „Mitte“.
2019Neue Rahmenbedingungen des Land OÖ (Gemeindefinanzierung NEU) beeinflussen die Finanzierung. Die Projektkosten werden inzwischen mit rund 23,9 Mio. Euro beziffert.
2020/21Pandemie und Baukostenexplosion: Materialknappheit, Lieferengpässe, Inflation und stark steigende Baupreise verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und erhöhen den Kostendruck weiter.
2021 – Bgm-WechselBei der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl tritt Gunter Schimpl nach 13 Jahren nicht mehr an. Johann Mitterlehner wird neuer Bürgermeister und übernimmt das Schulprojekt.
2022 – NeustartMitterlehner startet gemeinsam mit seinem Team einen neuen Anlauf. Die bisherige Planung ist finanziell nicht mehr darstellbar; die Kostenschätzung liegt inzwischen bei über 20 Mio. Euro. Gemeinde und Land suchen nach einer realisierbaren Lösung.
2023Der Gemeinderat beschließt einen Lenkungsausschuss für den Bildungscampus. Die Umsetzung in mehreren Bauetappen und ein temporäres Ausweichquartier werden konkreter.
2024Weitere Planung und intensive Abstimmung mit Land, Bildungsdirektion, Gemeinde und Schulen.
2025Die Einreichplanung wird konkretisiert. Das Ausweichquartier wird optimiert; die anerkannten Errichtungskosten liegen zunächst bei rund 2,93 Mio. Euro netto.
29.12.2025Förderzusage des Landes für das Ausweichquartier: 3,576 Mio. Euro brutto anerkannte Kosten; nach Berücksichtigung des Wiederverkaufswertes 2,82 Mio. Euro förderfähige Kosten.
08.01.2026Sondergemeinderat: Der Finanzierungsplan für das Ausweichquartier wird einstimmig beschlossen.
20.02.2026Das Land präsentiert die überarbeitete Projektlösung (nach dem Kostendämpfungsverfahren). Geplant sind rund 7.500 m² schulische Nutzfläche.
07.04.2026Baustart des Ausweichquartiers im angrenzenden Pfarrgarten.
12.05.2026Der Vorchdorfer Gemeinderat beschließt den Finanzierungsplan für das Gesamtprojekt einstimmig. Der Finanzierungsrahmen beträgt rund 28,6 Mio. Euro.
08.06.2026Beginn der Containeranlieferung. Insgesamt werden 185 Module auf zwei Ebenen für die Ausweichschule verbaut.
08.09.2026Gleichenfeier: Das Ausweichquartier ist nach rund fünf Monaten Bauzeit fertiggestellt.
Herbst 2026Die Volksschule übersiedelt in das Ausweichquartier und das Schuljahr 2026/207 beginnt für alle Vorchdorfer Volksschüler in der Ausweichschule. 
2027–2029Geplante Umsetzung in mehreren Bauetappen. Der zentrale Trakt aus den 1940er-Jahren wird abgetragen und neu errichtet, bestehende Gebäudeteile werden saniert.
2029Geplante Gesamtfertigstellung des Bildungscampus.

 

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